BI "proErmelingschule"

Aktuelles

Pressemitteilung, 23.2.2012

Pressemitteilung

 

Aussagen verunsichern Eltern zu Unrecht

Für die Ermelingschule gibt es durchaus Perspektiven

 

In den vergangenen Wochen war immer wieder in der Presse zu lesen, dass Politiker der Kommune Bönen versuchen mit einzeln gesetzten Nadelstichen, die Eltern zu verunsichern, die ihre Kinder an der Ermelingschule angemeldet haben oder für die es in den kommenden Monaten zu einer Entscheidung kommen muss, welche Grundschule ihr Kind besuchen wird. Die Bürgerinitiative proErmelingschule (BI) bedauert es, dass auf diese Weise versucht wird, die Bemühungen um die Schule zu unterlaufen. „Wir können es nicht einfach hinnehmen, dass durch Wortbeiträge auf einzelnen Veranstaltungen unser Arbeiten für den Erhalt der Ermelingschule in Frage gestellt wird“, so Joachim Zierke, Sprecher der BI. „Bisher hat die BI ihre Aufgaben, die der mittlerweile immer fragwürdiger werdende Beschluss des Gemeinderates vom September 2011 forderte, erfüllt“, so Zierke weiter. Der fünfteilige Beschluss des Gemeinderates musste in einigen Teilen zurückgenommen werden.

  • ·         Die erste Forderung, mindestens 24 Schülerinnen und Schüler für den Jahrgang 2012/2013 in die Anmeldung zu bringen, ist deutlich überschritten worden. Die Ermelingschule bildet die größte Eingangsklasse aller Bönener Grundschulen.
  • ·         Die zweite Forderung nach jahrgangsübergreifenden Unterricht an der Ermelingschule kann gar nicht Teil des Beschlusses sein, da der Träger nicht über das Unterrichtskonzept zu entscheiden hat. Somit kann die Kommune dies nicht einfordern als notwendige Voraussetzung für den Fortbestand der Ermelingschule.
  • ·         Als drittes ist ein „Runder Tisch“ gefordert worden, der sich aus Politik, Verwaltung, oberer Schulaufsichtsbehörde (RP Arnsberg) und der Bürgerschaft (BI) zusammensetzen sollte. Der Termin wurde auf den 23.11.2011 festgelegt. Wenige Tage vor dem Treffen wurde die Kommune von Arnsberg darauf hingewiesen, dass weder die kommunale Politik und Verwaltung noch die obere Schulaufsichtsbehörde sich aktiv an einem „Runden Tisch“ beteiligen darf, wenn es um die Gründung einer staatlich anerkannten Ersatzschule geht. Damit sind zwei Monate Zeit verstrichen, weil alles Planen seitens der BI mit Blick auf den „Runden Tisch“ geschah.
  • ·         Im Beschluss wird viertens deutlich gesagt, dass bis zu den Sommerferien 2012 Zeit ist, einen gangbaren Weg für den Fortbestand der Ermelingschule aufzuzeigen. „Die Verunsicherung, die durch die Äußerungen von Herrn Herbst nun bei den Eltern erzeugt wird, wenn er dauernd von Ostern als Zielpunkt spricht, scheint gewollt zu sein. So stellt es sich für uns als BI jedenfalls dar“, meint Joachim Zierke.
  • ·         Schließlich sollen sich fünftens alle Entscheidungen an der Zukunftsfähigkeit und Verantwortung für die gesamte Bönener Schullandschaft orientieren. „Wir halten es für äußerst zukunftsfähig, wenn es für Familien in Bönen neben drei- bis vierzügigen Grundschulen die Alternative gibt, eine einzügige Grundschule für ihre Kinder zu wählen, die in der Kooperation mit dem Evangelischen Familienzentrum Alter Bahnhof Lenningsen eine verlässliche Betreuung und Begleitung junger Familien bietet. Im Grunde kann man sein Kind von unter zwei Jahren bis zum 10. Lebensjahr – also über den gesamten Elementar- und Primarbereich – von vertrauten Menschen begleiten lassen. Und das halte ich für äußerst zukunftsfähig“, unterstreicht Zierke diese Bereicherung für die Bönener Schullandschaft.

Anfang März steht ein Termin mit der oberen Schulaufsichtsbehörde an, bei dem das weitere Vorgehen rechtlich und finanziell geklärt werden kann. „Wenn das Gespräch stattgefunden hat“, so Zierke, „können wir mit konkreten Aussagen auf ein Trägermodell zugehen. Vorgespräche werden in dieser Hinsicht geführt.“

Um die entsprechenden Informationen an die Bürgerinnen und Bürger weiterzugeben, lädt die Bürgerinitiative proErmelingschule für den 12.3.2012 um 19.00 Uhr zu einer Versammlung in die Pausenhalle der Ermelingschule ein.