1. Januar 2014

Psalm 97

 

 

Hoch über allen Göttern

 

1 Der Herr herrscht als König!

 

Jubel soll das Festland erfüllen.

 

Die vielen Inseln sollen sich freuen.

 

2 Dichte und dunkle Wolken umgeben ihn.

 

Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen,

 

auf denen sein Thron fest gegründet ist.

 

3 Verzehrendes Feuer zieht vor ihm her

 

und steckt seine Feinde ringsum in Brand.

 

4 Seine Blitze erleuchten den Erdkreis.

 

Die Erde hat es gesehen und bebt.

 

5 Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn,

 

vor dem Herrscher über die ganze Welt.

 

6 Die Himmel erzählen von seiner Gerechtigkeit,

 

und alle Völker schauen seine Herrlichkeit.

 

 

 

7 Alle, die Götterbilder anbeten, werden enttäuscht –

 

sie schmücken sich mit wirkungslosen Göttern.

 

Denn vor dem Herrn beugen alle Götter die Knie.

 

8 Die Stadt Zion hört es und freut sich.

 

Die Töchter Judas brechen in Jubel aus.

 

Du, Herr, hast ihnen zum Recht verholfen.

 

9 Denn du, Herr, bist der Höchste!

 

Du herrschst über die ganze Welt.

 

Du stehst hoch über allen Göttern.

 

 

 

10 Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse!

 

Er beschützt das Leben seiner Frommen.

 

Aus der Gewalt der Frevler reißt er sie heraus.

 

11 Ein Licht strahlt auf über den Gerechten.

 

Freude erfüllt die Herzen der Aufrichtigen.

 

12 Freut euch, ihr Gerechten, über den Herrn

 

und preist seinen heiligen Namen.

 

 

Übersetzung der Basisbibel

 

 

Gedankenspiele

 

Ein neues Jahr ist angebrochen. Und obwohl die Zeit davon unbeeindruckt weiterläuft, bedeutet es für uns doch eine Zäsur. Wir brauchen diese Zeiteinteilung, um uns neu auszurichten. Wir schauen zurück und wir blicken nach vorn. Dazwischen versuchen wir unseren Standpunkt in der Welt zu finden.

 

Der 97. Psalm holt in unser Denken eine neue Dimension hinein. Der Herr herrscht als König! So eröffnet der erste Vers das Jahr 2014 für diejenigen, die die tägliche Bibellese für sich entdecken.

 

Wenn das doch spürbare und sichtbare Wirklichkeit für uns wäre. Würde sich dann in der Welt nicht alles verändern? Die Bilder, die der Psalm verwendet, um die Vorrangstellung Gottes zu beschreiben, sind plastisch – und drastisch. Sie ordnen die Weltordnungen und Weltanschauungen dem Glauben an den einen Gott unter, der sich als der Bewahrer Israels erwiesen hat. Daran erinnern diese Verse.

 

Mögen die Worte im Mittelteil des Psalms noch geschichtlich einzuordnen sein in das Erlösungsbewusstsein Israels als des Gottesvolkes, so schlagen die Verse 10 bis 12 die Brücke zu uns – zu mir.

 

10 Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse!

 

Er beschützt das Leben seiner Frommen.

 

Aus der Gewalt der Frevler reißt er sie heraus.

 

11 Ein Licht strahlt auf über den Gerechten.

 

Freude erfüllt die Herzen der Aufrichtigen.

 

12 Freut euch, ihr Gerechten, über den Herrn

 

und preist seinen heiligen Namen.

 

 

 

Wie eine Präambel klingen diese Worte – richtungsweisend und ermutigend. So möchte ich das neue Jahr beginnen: Gott lieben und das Böse hassen. Das verändert mich und auch die Welt.

 

 

 

Gebet

 

Herr, mein Gott, aus deiner Hand nehme ich dieses neue Jahr. Was es bergen wird, das weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich es gut gestalten kann, wenn ich jeden Tag unter diese Überschrift stelle: Denn du, Herr, bist der Höchste! … Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse! … Ein Licht strahlt auf über den Gerechten. Amen.

 

 

 

Wer mag, kann seine Gedanken zum Bibeltext hier aufschreiben oder bereits Niedergeschriebenes diskutieren.

Bitte dabei darauf achtgeben, dass fair miteinander umgegangen wird. Die Texte sollen die Leser bereichern und nicht verletzen.

 

Ihr / Euer Joachim Zierke.

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