11. Januar 2014

Joh 4,27-38

Text

27 In diesem Augenblick kamen seine Jünger zurück. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Aber keiner fragte ihn: "Was willst du von ihr?" oder: "Worüber redest du mit ihr?"

28 Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen und lief in den Ort. Sie sagte zu den Leuten: 29 "Kommt und schaut euch das an! Da ist ein Mensch, der hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Ist er vielleicht der Christus?" 30 Da liefen die Leute aus dem Ort zu Jesus hin.

31 Inzwischen drängten ihn die Jünger: "Rabbi, iss etwas!" 32 Aber Jesus sagte zu ihnen: "Ich lebe von einer Nahrung, die ihr nicht kennt." 33 Da fragten die Jünger einander: "Hat jemand ihm zu essen gebracht?" 34 Jesus sagte zu ihnen: "Gott hat mich gesandt. Ich erfülle seinen Willen und vollende sein Werk. Das ist meine Nahrung. 35 Sagt ihr nicht auch: 'In vier Monaten ist Erntezeit'? Seht doch, ich sage euch: Macht die Augen auf und schaut euch die Felder an. Sie sind schon reif für die Ernte. 36 Wer die Ernte einbringt, erhält seinen Lohn: Er sammelt die Frucht für das ewige Leben. Derjenige, der sät, und derjenige, der erntet, sollen sich miteinander freuen. 37 In diesem Fall trifft das Sprichwort zu: 'Einer sät und ein anderer erntet.' 38 Denn ich habe euch ausgesandt, um dort zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben sich abgemüht und ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit."

Übersetzung der Basisbibel

 

Gedankenspiele

Wieder so ein Gespräch, das auf zwei unterschiedlichen Ebenen beginnt. Die Jünger reden vom leiblichen Essen, Jesus dagegen versteht Sättigung in einem übertragenen Sinn. Für ihn ist eines wichtig: den Willen Gottes zu erfüllen. Das ist sein Lebensinhalt.

Dabei ist ihm bewusst, dass er auf dem steht, was vor ihm bereitet worden ist. Die Propheten und auch Johannes der Täufer haben vorbereitend gewirkt, indem sie das Wort Gottes unter die Menschen gesät haben. Jesus Christus, als das fleischgewordene Wort Gottes, bringt diese Ernte zur vollen Reife – er vollendet den Willen Gottes. Und die Aufgabe seiner Jüngerinnen und Jünger ist nun die Ernte. Sie sollen bezeugen, dass Jesus der Christus ist – so wie die Samariterin es tut und die Menschen zu Jesus einlädt: 29 "Kommt und schaut euch das an! Da ist ein Mensch, der hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Ist er vielleicht der Christus?" 30 Da liefen die Leute aus dem Ort zu Jesus hin.

Da liegt bis heute unsere Aufgabe als Christinnen und Christen: die Menschen einladen in die Gemeinschaft mit Jesus Christus, in die Gemeinschaft mit Gott. Unsere Gottesdienste spielen dabei eine Rolle, aber auch die vielen Begegnungen, die wir im Alltag haben, können zu solchen Einladungen werden, Gott kennenzulernen.

 

Gebet

Dein Wille, Gott, ist es, dass alle Menschen zu dir finden. Du bewegst dich auf uns zu. Du kommst uns entgegen. Ich habe deine Einladung gehört und möchte ihr folgen. Doch lass mich auch selber einladend wirken, dass andere spüren: Du bist da als ein Gott, der unser Leben begleitet mit seinem Segen. Amen.

 

Wer mag, kann seine Gedanken zum Bibeltext hier aufschreiben oder bereits Niedergeschriebenes diskutieren.

Bitte dabei darauf achtgeben, dass fair miteinander umgegangen wird. Die Texte sollen die Leser bereichern und nicht verletzen.

 

Ihr / Euer Joachim Zierke.

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