25. Januar 2014

Jos 8,30-35

Text

30 Damals baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berge Ebal, 31 wie Mose, der Knecht des HERRN, den Israeliten geboten hatte, wie geschrieben steht im Gesetzbuch des Mose: einen Altar von unversehrten Steinen, die mit keinem Eisen behauen waren. Und sie opferten dem HERRN darauf Brandopfer und brachten Dankopfer dar, 32 und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes, das Mose vor den Augen der Israeliten geschrieben hatte. 33 Und ganz Israel stand mit seinen Ältesten und Amtleuten und Richtern zu beiden Seiten der Lade gegenüber den Priestern aus dem Stamm Levi, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, die Fremdlinge sowohl als auch die Einheimischen, die eine Hälfte zum Berge Garizim hin und die andere Hälfte zum Berge Ebal hin, wie Mose, der Knecht des HERRN, vormals geboten hatte, das Volk Israel zu segnen. 34 Danach ließ er ausrufen alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch, ganz wie es geschrieben steht im Gesetzbuch. 35 Es war kein Wort, das Mose geboten hatte, das Josua nicht hätte ausrufen lassen vor der ganzen Gemeinde Israel und vor den Frauen und Kindern und Fremdlingen, die mit ihnen zogen.

Übersetzung der Lutherbibel 1984

 

Gedankenspiele

Bisher ist alles gut gegangen. Der Jordan ist überschritten, Jericho eingenommen und Ai zerstört. Aus der Perspektive Israels ist alles gut (außer vielleicht die Sache mit Achan und dem Bannfluch, siehe Jos 7 [23.1.2014]). Schnell könnte nun die Meinung sich verbreiten: „Wir haben alles im Griff!“

Da greift Josua ein und errichtet einen Altar. Er soll daran erinnern, dass nicht Israel aus eigener Kraft heraus all das erworben hat, sondern dass es an Gottes Hilfe und Unterstützung gelegen hat, dass das Volk so weit gekommen ist. Dazu wird das Gesetz des Herrn an diesem Altar vor allen Ohren noch einmal verlesen.

 

Ich kenne das auch: wenn alles gut läuft, gehen meine Gedanken nicht unbedingt sofort zu Gott. Ich bin froh und glücklich, dass es keine Schwierigkeiten gibt – und vielleicht auch ein wenig stolz auf meine Leistung. Dann brauche ich auch diesen Ort, an dem mir deutlich werden kann, dass ich natürlich etwas geleistet habe mit meinen Begabungen, aber in ihnen die Hilfe Gottes zum Tragen gekommen ist. Und dann werde ich dankbar. Solch einen Ort finde ich des Erinnerns und Gewahrwerdens finde ich in der Kirche, im Gottesdienst, in der Stille - so wie Israel vor dem Altar, den Josua errichtet.

 

Gebet

Du, Gott, hast mir meine Begabungen geschenkt. Mit ihnen darf ich durch mein Leben gehen. Und du hilfst mir, sie in rechter Weise einzusetzen. Lass mich das bei meinen Erfolgen und in meinen Niederlagen nicht aus den Augen verlieren. Amen.

 

Ich lade dazu ein, die eigenen Gedankenspiele zum Bibeltext hier aufzuschreiben oder bereits Niedergeschriebenes zu diskutieren.

Gebt bitte dabei darauf acht, dass ihr fair miteinander umgeht. Die Texte sollen die Leser bereichern und nicht verletzen.

 

Ihr / Euer Joachim Zierke.

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