5. Januar 2014

Ps 138

Text

Dank für Gottes Verheißung

1 Mit David verbunden

Ich danke dir von ganzem Herzen.

Für dich will ich Lieder spielen vor der versammelten Götterschar.

2 Zu deinem Heiligtum hin falle ich auf die Knie.

So will ich dir danken für deinen Namen.

Er ist deiner Güte und Wahrheit angemessen.

Denn deine große Verheißung hast du gegeben.

Sie ist deinem Namen mehr als angemessen.

3 Als ich zu dir rief, gabst du mir Antwort.

So weckst du in meiner Seele neue Kraft.

 

4 Alle Könige der Welt sollen dir danken, HERR,

denn sie hören die Worte aus deinem Mund.

5 Sie sollen singen von den Wegen des HERRN:

»Groß ist der HERR in seiner Herrlichkeit!

6 Hoch steht der HERR, doch er sieht den Geringen –

hoch erhoben, doch er erkennt ihn von fern!«

 

7 Wenn ich mitten durch Gefahren gehen muss,

wirst du mich am Leben erhalten.

Wenn meine Feinde vor Zorn toben,

streckst du deinen Arm gegen sie aus.

So wird deine starke Hand mich retten.

8 Der HERR bringt meine Sache zum guten Ende.

Deine Güte, HERR, bleibt für immer bestehen.

Lass nicht ab von allem, was deine Hände tun.

Übersetzung der Basisbibel

 

Gedankenspiele

Psalmen tragen so unterschiedliche Züge: Freude und Klage, Lob und Verzweiflung werden in ihnen thematisiert. Der 138. Psalm steht ganz im Zeichen des Lobes Gottes.

Ich bin mitten im Psalm mit meinen Gedanken hängen geblieben – vielleicht, weil dieser Vers heute Morgen im Gottesdienst liturgisch nicht als Teil des Wochenpsalms vorgese-hen war und ich ihn erst jetzt bewusst wahrnehme.

 

Hoch steht der HERR, doch er sieht den Geringen –

hoch erhoben, doch er erkennt ihn von fern!

 

Gott erkennt den Geringen. Das heißt doch nichts anderes, als dass Gott jeden erkennt. Ich bin erkannt von meinem Gott. Er hat ein Auge auf mich.

Meinten die Menschen zur Zeit des Turmbaus zu Babel noch, dass sie sich anstrengen müssen, einen Turm errichten müssen, damit Gott sie wahrnimmt – und damit gescheitert sind, so erkennt der Psalmbeter, dass nicht ich mich um Gottes Aufmerksamkeit bemühen muss, sondern dass Gott mir entgegenkommt.

Gott bewegt sich auf die Menschen zu – an Weihnachten haben wir das feiern dürfen. Und nun dürfen wir diese Verheißung in unseren Alltag mitnehmen, denn:

Hoch steht der HERR, doch er sieht den Geringen –

hoch erhoben, doch er erkennt ihn von fern!

 

Gebet

Danke, Herr, dass du ein Auge auf mich hast. Du behältst mich im Blick und auch die Menschen, die mir am Herzen liegen. Dir darf ich sie alle anbefehlen. So darf ich dir ge-trost ihre Freude und ihr Leiden anvertrauen, denn du bist ein Gott, der da ist – so ist dein Name. Amen.

 

Wer mag, kann seine Gedanken zum Bibeltext hier aufschreiben oder bereits Niedergeschriebenes diskutieren.

Bitte dabei darauf achtgeben, dass fair miteinander umgegangen wird. Die Texte sollen die Leser bereichern und nicht verletzen.

 

Ihr / Euer Joachim Zierke.

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