7. Januar 2014

Joh 3,22-30

Text

22 Bald darauf gingen Jesus und seine Jünger in das judäische Land. Er blieb mit ihnen dort und taufte. 23 Auch Johannes taufte in Änon in der Nähe von Salim, denn dort gab es zahlreiche Quellen. Die Leute kamen und ließen sich taufen. 24 Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden.

25 Da gerieten die Jünger des Johannes mit einem Juden in Streit, welche Taufe wirksamer ist. 26 Sie gingen zu Johannes und fragten ihn: "Rabbi, da war doch einer bei dir auf der anderen Seite des Jordans. Du selbst hast seine Bedeutung bezeugt. Sieh doch! Der tauft jetzt auch, und alle gehen zu ihm hin!"

27 Johannes antwortete: "Kein Mensch kann sich irgendetwas nehmen, wenn er es nicht vom Himmel erhalten hat. 28 Ihr selbst könnt bestätigen, dass ich gesagt habe: 'Ich bin nicht der Christus.' Sondern ich habe gesagt: 'Ich bin vor ihm her gesandt.' 29 Nur wer die Braut heiratet, ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams ist Zeuge. Er hört den Bräutigam vor Freude jubeln und freut sich mit. Genau solche Freude erfüllt mich jetzt. 30 Seine Bedeutung wird zunehmen, aber meine wird abnehmen."

 

Übersetzung des Basisbibel

 

 

Gedankenspiele

Johannes der Täufer – er ist uns vertraut als der Täufer Jesu. Und nur im Johannesevangelium wird berichtet, dass Jesus selber taufte. Das führt zu Fragen unter den Menschen. Welches Taufhandeln ist wirksamer – die des Johannes oder die Jesu?

 

Die Größe des Johannes zeigt sich in seiner Antwort. Er stellt sich in die zweite Reihe. Er weiß, dass er wegbereitend für den Christus handelt. Beide haben dasselbe Anliegen: sie wollen den Menschen den Weg zu Gott ebnen, ihnen zeigen, wie nahe Gott ihnen kommt. Johannes tut dies in seinem Handeln – Jesus tut dies in seiner Person.

 

Kein Mensch kann sich irgendetwas nehmen, wenn er es nicht vom Himmel erhalten hat. So sagt es Johannes. Jede und jeder von uns hat Begabungen und Fähigkeiten von Gott erhalten. Mit den Möglichkeiten, die sich uns durch sie eröffnen, können wir an unserem Ort das tun, was Johannes tut: Jesus Christus als den Sohn Gottes bezeugen. Dabei stehen wir nicht in Konkurrenz zueinander, sondern bilden mit unseren Fähigkeiten eine breite Palette, um den Menschen um uns her das Evangelium ins / ans Herz zu legen:

• wir sprechen miteinander

• wir singen von Gottes Dasein

• wir stellen Gottes Nähe dar in Malerei und Schauspiel und Kunst

• wir leben einfach, was wir glauben

Und mit all dem werden wir Wegbereiter, wie es Johannes für Jesus Christus gewesen ist. Wir künden den Mensch an, dass Gott es mit ihnen zu tun haben will.

 

 

 

Gebet

Immer wieder, Gott, stellst du Menschen in deinen Dienst. Johannes war einer der ersten, die auf deinen Sohn Jesus Christus als den Messias hingewiesen haben. In der langen Reihe von Zeugen stehe auch ich. Zeige mir meine Gaben, damit ich sie einsetzen kann, um dein Wort den Menschen nahe zu bringen. Amen.

 

 

Wer mag, kann seine Gedanken zum Bibeltext hier aufschreiben oder bereits Niedergeschriebenes diskutieren.

Bitte dabei darauf achtgeben, dass fair miteinander umgegangen wird. Die Texte sollen die Leser bereichern und nicht verletzen.

 

Ihr / Euer Joachim Zierke.

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