Passion

(c) by Joachim Zierke

Jubelnde Menschen an den Straßen. Du kommst, Gott, und Freude und Zuversicht ergreift mich.

Ich kann nicht stille sein – „Hosainna dem Sohne Davids! Gelobt sei der da kommt im Namen des Herren!“

Aber wo stehe ich, wenn die Prozession des Überschwangs an mir vorbeigezogen ist? Kehre ich heim? Hat sich etwas verändert?

Mein Gott, ich bin angerührt von der Hoffnung, die du in die Welt bringst. Heil werde ich in deiner Nähe.

 

Ich spüre die Veränderung in mir – STILLE

Doch diese Veränderungen, Gott, fallen mir nicht leicht. Mein altes Leben will ich nicht vollkommen hinter mir lassen.

 

Ich weiß, was anders werden muss – STILLE

Es ist doch gar nicht so schwer:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften.“ – „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

 

STILLE

Ich kann Gutes tun. Was ich an anderen tue, das tue ich dir, Christus. So wie die Frau dich salbte mit kostbarem Öl, kann ich dich salben, wenn ich dir und den Menschen frei und offen begegne.

Und du, Christus, tust Gutes an mir – du rüstest mich zu mit Brot und Wein im Abendmahl.

 

Doch dann: VERRAT

 

Doch dann: VERLEUGNUNG

 

Doch dann: VERURTEILUNG

 

Doch dann: KREUZIGUNG

 

STILLE

Es bleibt ein Funke Hoffnung: Man darf dich begraben. Ich habe einen Ort für meine Trauer.

 

STILLE

In Gedanken gehe ich den Weg zu deinem Grab. Etwas ist anders …