Trinitatis

(C) Joachim Zierke

 

Du dreieiniger Gott, vor dir stehe ich staunend.

Gott Vater – STILLE

Gott Sohn – STILLE

Gott Heiliger Geist – STILLE

Ich kann dich nicht fassen. Dein Wesen ist zu groß für meinen Verstand. Manchmal ahne ich etwas von deiner Herrlichkeit.

Ich kann nicht zu dir, aber du kommst mir entgegen. Ganz nahe kommst du mir. Denn ich bin getauft auf deinen Namen:

Gott Vater – STILLE

Gott Sohn – STILLE

Gott Heiliger Geist – STILLE

Zu meinem Glauben gesellt sich aber auch immer wieder der Zweifel. Jage ich einem Hirngespinst nach, wenn ich an einen Gott glaube, den ich nicht erfassen kann?

Gott Vater – STILLE

Gott Sohn – STILLE

Gott Heiliger Geist – STILLE

In meinen Zweifel wächst dann langsam wieder mein Glaube hinein. Mein Glaube an dich, Gott, der du mir hilfst, meinem Leben einen Grund und ein Ziel zu geben.

Gott Vater – STILLE

Gott Sohn – STILLE

Gott Heiliger Geist – STILLE

Nahe kamst du mir, Gott, bei meiner Taufe.

Täglich nahe bist du mir, Gott, bei meinem Gebet.

Nahe kommst du mir im Abendmahl.

Ich bin dir nahe, wenn ich vor dich trete, dein Wort höre, mich erinnere an deine guten Taten an mir. Dann entdecke ich ein wenig von deinem Geheimnis:

Gott Vater – dein Gedanke und dein Odem erschaffen mein Leben und die mich umgebende Wirklichkeit – Ich bin geliebt!

Gott Sohn – dein Leben, Sterben und Auferstehen lässt mich hoffen über die geschaffene Wirklichkeit hinaus – Ich bin begleitet!

Gott Heiliger Geist – Dein Wirken in mir verbindet mich glaubend mit dir und lässt mich über mich selbst hinausschauen – Ich bin erlöst!

Und doch kann ich dich nicht fassen.

Zu groß und wunderbar bist du!

Gott Vater – STILLE

Gott Sohn – STILLE

Gott Heiliger Geist – STILLE

Offenbare dich, Gott, dass ich mir in meinem Herzen den Glauben bewahre an deine Gegenwart, die mich umfängt.

Gott Vater – STILLE

Gott Sohn – STILLE

Gott Heiliger Geist – STILLE

 

Du dreieiniger Gott, vor die stehe ich staunend. Amen.